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ATS-Integrationen für Recruiter: Inhouse oder Unified API wählen

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Aktualisiert am:

ATS-Integrationen für Recruiter: Inhouse oder Unified API wählen

Sourcing

Recruitify Team

ATS-Integrationen verbinden Ihr Bewerbermanagementsystem mit anderen HR-Tools, sodass Kandidaten- und Stellendaten automatisch synchronisiert werden. Das Ergebnis: weniger manuelle Doppelarbeit, weniger Übertragungsfehler und schnellere Besetzungszyklen. Technisch stehen dafür unterschiedliche Ansätze zur Verfügung, von klassischen APIs über Webhooks bis zu Unified-API-Lösungen, die mehrere Systeme über eine einheitliche Schnittstelle ansprechen.

Kurz gesagt:

  • Punkt-zu-Punkt-Integrationen sind sinnvoll bei maximal zwei bis drei ATS-Systemen, während bei mehreren Systemen eher eine Unified-API oder iPaaS-Lösung empfehlenswert ist.

  • Für eine erfolgreiche Datenübertragung sind Feldmapping und robustes Token-Management bei OAuth sowie API-Keys unerlässlich, um Ausfälle und Inkonsistenzen zu vermeiden.

  • Gesetzliche Vorgaben zur DSGVO erfordern lückenlose Dokumentation, Zugriffskontrollen und technische Maßnahmen wie Verschlüsselung beim Austausch personenbezogener Kandidatendaten.

  • Automatisierte Workflows wie Angebotserstellung oder Background-Checks basieren auf Statusänderungen im ATS und reduzieren manuelle Eingaben erheblich.

  • Eine strukturierte Vorgehensweise mit Testumgebungen, SLAs und Monitoring ist entscheidend, um Fehlersituationen frühzeitig zu erkennen und den Integrationsbetrieb zuverlässig sicherzustellen.

Inhaltsverzeichnis

  • Was ist eine ATS-Integration genau?

  • Welche Integrationsarten und Use-Cases gibt es?

  • Wie funktionieren Datenmodell, Authentifizierung und Synchronisation technisch?

  • Sollten Sie Integrationen inhouse bauen oder eine Unified API nutzen?

  • Was ist bei DSGVO-Compliance in ATS-Integrationen zu beachten?

  • Welche messbaren Vorteile bringen ATS-Integrationen?

  • Wie gehen Sie eine ATS-Integration Schritt für Schritt an?

  • Wie unterstützt Recruitify ATS-Integrationen in der Praxis?

  • Persönliche Einschätzung des Recruitify-Teams

  • Recruitify: ATS-Integrationen ohne Wartungsaufwand für Ihr Team

  • Quellen

Was ist eine ATS-Integration genau?

Eine ATS-Integration ist die technische Verbindung zwischen Ihrem Bewerbermanagementsystem und einer anderen Anwendung, etwa einer Jobbörse, einem HRIS oder einem Tool für digitale Signaturen. Beide Systeme tauschen dabei definierte Datenobjekte aus, sodass Änderungen in einem System automatisch im anderen ankommen.

Vier Objekttypen bilden das Rückgrat fast jeder Integration im Bewerbermanagement:

  • Job: die Stellenausschreibung mit Titel, Standort, Anforderungsprofil und Status

  • Candidate: Stammdaten, Kontaktinformationen und Herkunft der Bewerbung

  • Application: die Verknüpfung zwischen einer Person und einer konkreten Stelle, inklusive Bewerbungsstatus

  • Attachment: Lebenslauf, Anschreiben und weitere Dokumente

Das ATS fungiert dabei fast immer als „Source of Truth“. Ändert ein Recruiter den Bewerbungsstatus im ATS, muss diese Änderung in nachgelagerte Systeme fließen, nicht umgekehrt. Ein Beispiel: Eine Kandidatin bewirbt sich über eine Jobbörse, das ATS legt automatisch ein Candidate- und ein Application-Objekt an, und ein angebundenes Kommunikationstool verschickt die Eingangsbestätigung, ohne dass jemand eine Zeile Text kopiert.

Welche Integrationsarten und Use-Cases gibt es?

Vier technische Muster decken die meisten Anwendungsfälle ab. API-Integrationen fragen Daten gezielt ab oder schreiben sie zurück und eignen sich für strukturierte, planbare Abläufe. Webhooks senden Ereignisse in Echtzeit, sobald sich im ATS etwas ändert, etwa ein neuer Bewerbungseingang. Polling fragt in festen Intervallen nach Änderungen, was einfacher zu bauen ist, aber Verzögerungen mit sich bringt. Browser-Agenten simulieren Nutzerinteraktionen direkt in der Oberfläche, meist als Notlösung, wenn keine offene API existiert.

Ein wachsender Trend geht zur Unified API: Statt für jedes ATS einen eigenen Connector zu bauen, integrieren Entwicklerteams einmal gegen ein normalisiertes Datenmodell und erreichen darüber viele Systeme gleichzeitig. Das reduziert Wartungsaufwand erheblich, besonders wenn ein Unternehmen mit mehreren ATS-Systemen arbeitet.

In der Praxis tauchen vor allem diese fünf Anwendungsfälle auf:

  1. Job-Posting: Eine Stelle wird im ATS erstellt und automatisch an mehrere Jobbörsen verteilt.

  2. Kandidaten-Sync: Bewerbungsdaten aus externen Quellen landen strukturiert im ATS, ohne manuelle Übertragung.

  3. eSignatur: Vertragsdokumente werden direkt aus dem ATS heraus zur digitalen Unterschrift versendet.

  4. Background-Check: Ein Statuswechsel im ATS löst automatisch eine Hintergrundüberprüfung bei einem externen Anbieter aus.

  5. ITSM-Onboarding: Nach Vertragsunterschrift entsteht automatisch ein IT-Ticket für Laptop, Zugänge und Arbeitsplatzausstattung.

Wie funktionieren Datenmodell, Authentifizierung und Synchronisation technisch?

Jedes ATS benennt seine Felder anders. Ein System nennt ein Feld „Applicant Status“, ein anderes „Candidate Stage“ und meint dasselbe. Genau deshalb braucht jede Integration ein Feldmapping, das diese Unterschiede normalisiert, bevor Daten fließen. Microsoft beschreibt in seiner Dokumentation zur ATS Integration API ein Dataverse-basiertes Modell mit Objekten wie RecruitingRequest und CandidateToHire, das genau dieses Problem strukturiert löst.

Bei der Authentifizierung dominieren zwei Verfahren: OAuth 2.0, bei dem Zugriffstoken zeitlich begrenzt sind und regelmäßig erneuert werden müssen, und statische API-Keys, die einfacher einzurichten, aber bei Diebstahl riskanter sind. Ein durchdachtes Token-Management gehört zu jeder produktiven Integration.

Webhooks liefern Ereignisse nahezu in Echtzeit und skalieren gut, weil sie nur bei tatsächlichen Änderungen Daten senden. Polling ist robuster gegenüber Ausfällen, verursacht aber unnötige Last, wenn es zu häufig abfragt. Viele Teams kombinieren beides: Webhooks für die Echtzeit-Fälle, Polling als Absicherung, falls ein Webhook einmal nicht ankommt.

Drei technische Punkte entscheiden über Stabilität im Betrieb:

  • Rate-Limits begrenzen, wie viele Anfragen pro Minute erlaubt sind, und müssen im Code berücksichtigt werden.

  • Idempotenz verhindert, dass ein wiederholt gesendetes Ereignis doppelte Datensätze erzeugt.

  • Retries mit Backoff fangen kurzzeitige Ausfälle ab, ohne das Zielsystem zu überlasten.

Logging und ein Sync-Status-Dashboard gehören von Anfang an dazu, nicht als nachträgliche Ergänzung.

Profi-Tipp: Bauen Sie von Beginn an einen Rohdaten-Zugriff ein, statt sich vollständig auf vorgefertigte Feldmappings zu verlassen. API-Änderungen bei Drittanbietern sind der häufigste Grund, warum starre Turnkey-Integrationen plötzlich ausfallen, und ein Passthrough-Mechanismus erleichtert das Debugging solcher Edge-Cases enorm.

Sollten Sie Integrationen inhouse bauen oder eine Unified API nutzen?

Die Antwort hängt weniger von persönlichen Vorlieben ab als von drei messbaren Faktoren: wie viele ATS-Systeme angebunden werden müssen, welche Entwicklerressourcen verfügbar sind und wie streng die Compliance-Anforderungen ausfallen.

Ein Inhouse-Connector lohnt sich, wenn Sie genau ein oder zwei Systeme dauerhaft anbinden und ein Entwicklerteam die Wartung übernehmen kann. Sobald mehr als drei bis vier Systeme im Spiel sind, kippt die Rechnung meist zugunsten einer Unified-API- oder iPaaS-Lösung, weil jede zusätzliche Punkt-zu-Punkt-Verbindung den Wartungsaufwand exponentiell erhöht. Managed iPaaS-Anbieter übernehmen genau deshalb Mapping, Hosting und Monitoring, weil Integration für die meisten HR-Organisationen schlicht nicht zur Kernkompetenz zählt.

Vor der Entscheidung lohnt sich ein Blick auf diese Kriterien:

  • Wie viele ATS- oder HR-Systeme müssen aktuell und in den nächsten zwei Jahren angebunden werden?

  • Steht internes Entwicklerpersonal für laufende Wartung zur Verfügung?

  • Welche SLAs (Reaktionszeiten, Verfügbarkeit) fordert die Fachabteilung?

Ein kleines Pilotprojekt mit einem klar begrenzten Anwendungsfall zeigt meist innerhalb von Wochen, ob der gewählte Ansatz trägt, bevor größere Budgets gebunden werden.

Was ist bei DSGVO-Compliance in ATS-Integrationen zu beachten?

Kandidatendaten zählen fast durchgängig als personenbezogene Daten im Sinne der DSGVO, das gilt für Name, Kontaktdaten, Lebenslaufinhalte genauso wie für abgeleitete Bewertungen. Jede Integration, die solche Felder überträgt, braucht eine dokumentierte Rechtsgrundlage und, wo erforderlich, eine nachweisbare Einwilligung der betroffenen Person.

Drei Bausteine gehören in jedes Integrationsprojekt:

  • Ein lückenloser Audit-Trail, der zeigt, wann welche Daten wohin übertragen wurden.

  • Ein Löschkonzept, das Datenminimierung technisch umsetzt und mit einem Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) beim Anbieter abgesichert ist.

  • Technische Schutzmaßnahmen wie TLS-Verschlüsselung während der Übertragung und Zugriffskontrolle auf Basis von Rollen.

Ohne diese Grundlagen wird jede noch so elegante technische Lösung zum Compliance-Risiko. Details zum Umgang mit personenbezogenen Daten finden sich in der Datenschutzerklärung von Recruitify.

Welche messbaren Vorteile bringen ATS-Integrationen?

Die primäre Motivation hinter den meisten Integrationsprojekten ist simpel: manuelle, redundante Dateneingabe verschwindet, und Recruiter gewinnen Zeit für die eigentliche Kandidatenbetreuung. Drei KPIs zeigen diesen Effekt am deutlichsten: Time-to-Hire, administrative Stunden pro Woche und die Abbruchquote im Bewerbungsprozess.

Statistik-Callout: Indeed hebt hervor, dass synchronisierte ATS-Integrationen die Zahl vollständig ausgefüllter Bewerbungen erhöhen, weil Kandidaten den Prozess nicht wegen technischer Reibung abbrechen.

Ein automatisierter Offer-Workflow etwa löst direkt bei Statuswechsel im ATS die Vertragsgenerierung aus, ohne dass jemand händisch Daten in eine Vorlage überträgt. Ein Background-Check-Trigger funktioniert ähnlich: Sobald ein Kandidat die Stufe „Angebot“ erreicht, startet automatisch die externe Prüfung, parallel zur weiteren Bearbeitung.

Wie gehen Sie eine ATS-Integration Schritt für Schritt an?

Ein strukturiertes Vorgehen verhindert die häufigsten Fehlschläge bei Integrationsprojekten.

  1. Stakeholder und Use-Case festlegen: Klären Sie, wer im HR-Team, in der IT und beim externen Anbieter Entscheidungen trifft, und priorisieren Sie eine Feldliste statt alle Daten auf einmal anbinden zu wollen.

  2. Sandbox und Mapping testen: Bauen Sie das Feldmapping zunächst in einer Testumgebung, prüfen Sie End-to-End-Abläufe mit echten Testdaten und stellen Sie sicher, dass Monitoring von Anfang an mitläuft.

  3. Go-Live vorbereiten: Definieren Sie SLAs, richten Sie Alerting für fehlgeschlagene Synchronisationen ein und legen Sie einen Rollback-Plan fest, falls etwas schiefläuft.

  4. Betrieb absichern: Etablieren Sie einen klaren Support-Prozess, der zeigt, wer bei Sync-Fehlern zuerst reagiert.

Ein gestuftes Modell hat sich in der Praxis bewährt: erst ein minimaler Proof-of-Concept mit zwei Kern-Workflows, dann die Erweiterung auf weitere Jobbörsen oder Systeme, erst danach der volle Produktions-Rollout mit vollständigem Monitoring.

Profi-Tipp: Fragen Sie jeden Integrationsanbieter konkret, wie ein fehlgeschlagener Sync sichtbar wird. Ein Anbieter ohne klares Antwortmuster auf diese Frage hat wahrscheinlich auch kein durchdachtes Monitoring im Hintergrund.

Wie unterstützt Recruitify ATS-Integrationen in der Praxis?

Recruitify verbindet ATS, Sales-CRM und ein Modul für IT-Contracting in einem System, ergänzt durch KI-gestütztes Matching und einen CV-Parser, der Dokumente in Sekunden strukturiert erfasst. Für Integrationen bedeutet das: Daten aus Multiposting, Bewerbereingang und Vertragsabschluss laufen an einer Stelle zusammen, statt über verstreute Tabellen verteilt zu sein.

Konkret stehen dafür bereit:

  • API- und Webhook-Anbindungen für den Datenaustausch mit externen Systemen

  • Multiposting auf Jobbörsen direkt aus der Plattform heraus

  • Ein vollständiger Audit-Trail mit DSGVO-Einwilligungsmanagement und Anonymisierungsfunktionen

Agenturen, die ihre Datenbank aktiv reaktivieren statt teure externe Lizenzen nachzukaufen, berichten von deutlich weniger administrativem Aufwand im Tagesgeschäft.

Persönliche Einschätzung des Recruitify-Teams

Integration sollte Priorität haben, sobald mehr als ein System täglich manuell gepflegt wird, nicht erst wenn der Schmerz unerträglich ist. Der häufigste Fehler: Teams bauen zu viele Sonderfälle vorab ein, statt mit einem schmalen Pilotprojekt zu starten. Die nächste Entwicklungsstufe wird KI-gestützte Datenanreicherung sein, die über reine Synchronisation hinausgeht.

- Recruitify Team

Recruitify: ATS-Integrationen ohne Wartungsaufwand für Ihr Team

Recruitify ist die Alternative zum mühsamen Zusammenstückeln einzelner Tools: Statt separate Lösungen für Bewerbermanagement, CRM und Vertragserstellung mühsam zu verbinden, laufen alle drei Ebenen bereits in einem System zusammen, inklusive Multiposting, KI-Matching und vollständigem DSGVO-Audit-Trail.

Recruitify

Der CV-Parser erfasst Bewerbungsunterlagen in Sekunden, die Blind-CV-Funktion erstellt anonymisierte Profile für die Kundenpräsentation, und die X-Ray-Suche durchsucht offene Quellen sowie die eigene Datenbank mit einem Klick. Wer bislang Zeit mit dem Abgleich mehrerer Systeme verbringt, gewinnt genau diese Zeit für Kandidatengespräche zurück.

Werfen Sie einen Blick auf die Produktübersicht von Recruitify oder buchen Sie eine Demo, um die Integrationsfunktionen live zu sehen. Wer direkt starten möchte, kann auch ohne Vorgespräch ein kostenloses Konto erstellen.

Quellen

Die Entwicklerdokumentation zur ATS Integration API vertieft das Datenmodell, während Kombos Leitfaden zur Unified API den Ansatz „einmal integrieren, viele Systeme erreichen“ erklärt.

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ATS-Integrationen verbinden Ihr Bewerbermanagementsystem mit anderen HR-Tools, sodass Kandidaten- und Stellendaten automatisch synchronisiert werden. Das Ergebnis: weniger manuelle Doppelarbeit, weniger Übertragungsfehler und schnellere Besetzungszyklen. Technisch stehen dafür unterschiedliche Ansätze zur Verfügung, von klassischen APIs über Webhooks bis zu Unified-API-Lösungen, die mehrere Systeme über eine einheitliche Schnittstelle ansprechen.

Kurz gesagt:

  • Punkt-zu-Punkt-Integrationen sind sinnvoll bei maximal zwei bis drei ATS-Systemen, während bei mehreren Systemen eher eine Unified-API oder iPaaS-Lösung empfehlenswert ist.

  • Für eine erfolgreiche Datenübertragung sind Feldmapping und robustes Token-Management bei OAuth sowie API-Keys unerlässlich, um Ausfälle und Inkonsistenzen zu vermeiden.

  • Gesetzliche Vorgaben zur DSGVO erfordern lückenlose Dokumentation, Zugriffskontrollen und technische Maßnahmen wie Verschlüsselung beim Austausch personenbezogener Kandidatendaten.

  • Automatisierte Workflows wie Angebotserstellung oder Background-Checks basieren auf Statusänderungen im ATS und reduzieren manuelle Eingaben erheblich.

  • Eine strukturierte Vorgehensweise mit Testumgebungen, SLAs und Monitoring ist entscheidend, um Fehlersituationen frühzeitig zu erkennen und den Integrationsbetrieb zuverlässig sicherzustellen.

Inhaltsverzeichnis

  • Was ist eine ATS-Integration genau?

  • Welche Integrationsarten und Use-Cases gibt es?

  • Wie funktionieren Datenmodell, Authentifizierung und Synchronisation technisch?

  • Sollten Sie Integrationen inhouse bauen oder eine Unified API nutzen?

  • Was ist bei DSGVO-Compliance in ATS-Integrationen zu beachten?

  • Welche messbaren Vorteile bringen ATS-Integrationen?

  • Wie gehen Sie eine ATS-Integration Schritt für Schritt an?

  • Wie unterstützt Recruitify ATS-Integrationen in der Praxis?

  • Persönliche Einschätzung des Recruitify-Teams

  • Recruitify: ATS-Integrationen ohne Wartungsaufwand für Ihr Team

  • Quellen

Was ist eine ATS-Integration genau?

Eine ATS-Integration ist die technische Verbindung zwischen Ihrem Bewerbermanagementsystem und einer anderen Anwendung, etwa einer Jobbörse, einem HRIS oder einem Tool für digitale Signaturen. Beide Systeme tauschen dabei definierte Datenobjekte aus, sodass Änderungen in einem System automatisch im anderen ankommen.

Vier Objekttypen bilden das Rückgrat fast jeder Integration im Bewerbermanagement:

  • Job: die Stellenausschreibung mit Titel, Standort, Anforderungsprofil und Status

  • Candidate: Stammdaten, Kontaktinformationen und Herkunft der Bewerbung

  • Application: die Verknüpfung zwischen einer Person und einer konkreten Stelle, inklusive Bewerbungsstatus

  • Attachment: Lebenslauf, Anschreiben und weitere Dokumente

Das ATS fungiert dabei fast immer als „Source of Truth“. Ändert ein Recruiter den Bewerbungsstatus im ATS, muss diese Änderung in nachgelagerte Systeme fließen, nicht umgekehrt. Ein Beispiel: Eine Kandidatin bewirbt sich über eine Jobbörse, das ATS legt automatisch ein Candidate- und ein Application-Objekt an, und ein angebundenes Kommunikationstool verschickt die Eingangsbestätigung, ohne dass jemand eine Zeile Text kopiert.

Welche Integrationsarten und Use-Cases gibt es?

Vier technische Muster decken die meisten Anwendungsfälle ab. API-Integrationen fragen Daten gezielt ab oder schreiben sie zurück und eignen sich für strukturierte, planbare Abläufe. Webhooks senden Ereignisse in Echtzeit, sobald sich im ATS etwas ändert, etwa ein neuer Bewerbungseingang. Polling fragt in festen Intervallen nach Änderungen, was einfacher zu bauen ist, aber Verzögerungen mit sich bringt. Browser-Agenten simulieren Nutzerinteraktionen direkt in der Oberfläche, meist als Notlösung, wenn keine offene API existiert.

Ein wachsender Trend geht zur Unified API: Statt für jedes ATS einen eigenen Connector zu bauen, integrieren Entwicklerteams einmal gegen ein normalisiertes Datenmodell und erreichen darüber viele Systeme gleichzeitig. Das reduziert Wartungsaufwand erheblich, besonders wenn ein Unternehmen mit mehreren ATS-Systemen arbeitet.

In der Praxis tauchen vor allem diese fünf Anwendungsfälle auf:

  1. Job-Posting: Eine Stelle wird im ATS erstellt und automatisch an mehrere Jobbörsen verteilt.

  2. Kandidaten-Sync: Bewerbungsdaten aus externen Quellen landen strukturiert im ATS, ohne manuelle Übertragung.

  3. eSignatur: Vertragsdokumente werden direkt aus dem ATS heraus zur digitalen Unterschrift versendet.

  4. Background-Check: Ein Statuswechsel im ATS löst automatisch eine Hintergrundüberprüfung bei einem externen Anbieter aus.

  5. ITSM-Onboarding: Nach Vertragsunterschrift entsteht automatisch ein IT-Ticket für Laptop, Zugänge und Arbeitsplatzausstattung.

Wie funktionieren Datenmodell, Authentifizierung und Synchronisation technisch?

Jedes ATS benennt seine Felder anders. Ein System nennt ein Feld „Applicant Status“, ein anderes „Candidate Stage“ und meint dasselbe. Genau deshalb braucht jede Integration ein Feldmapping, das diese Unterschiede normalisiert, bevor Daten fließen. Microsoft beschreibt in seiner Dokumentation zur ATS Integration API ein Dataverse-basiertes Modell mit Objekten wie RecruitingRequest und CandidateToHire, das genau dieses Problem strukturiert löst.

Bei der Authentifizierung dominieren zwei Verfahren: OAuth 2.0, bei dem Zugriffstoken zeitlich begrenzt sind und regelmäßig erneuert werden müssen, und statische API-Keys, die einfacher einzurichten, aber bei Diebstahl riskanter sind. Ein durchdachtes Token-Management gehört zu jeder produktiven Integration.

Webhooks liefern Ereignisse nahezu in Echtzeit und skalieren gut, weil sie nur bei tatsächlichen Änderungen Daten senden. Polling ist robuster gegenüber Ausfällen, verursacht aber unnötige Last, wenn es zu häufig abfragt. Viele Teams kombinieren beides: Webhooks für die Echtzeit-Fälle, Polling als Absicherung, falls ein Webhook einmal nicht ankommt.

Drei technische Punkte entscheiden über Stabilität im Betrieb:

  • Rate-Limits begrenzen, wie viele Anfragen pro Minute erlaubt sind, und müssen im Code berücksichtigt werden.

  • Idempotenz verhindert, dass ein wiederholt gesendetes Ereignis doppelte Datensätze erzeugt.

  • Retries mit Backoff fangen kurzzeitige Ausfälle ab, ohne das Zielsystem zu überlasten.

Logging und ein Sync-Status-Dashboard gehören von Anfang an dazu, nicht als nachträgliche Ergänzung.

Profi-Tipp: Bauen Sie von Beginn an einen Rohdaten-Zugriff ein, statt sich vollständig auf vorgefertigte Feldmappings zu verlassen. API-Änderungen bei Drittanbietern sind der häufigste Grund, warum starre Turnkey-Integrationen plötzlich ausfallen, und ein Passthrough-Mechanismus erleichtert das Debugging solcher Edge-Cases enorm.

Sollten Sie Integrationen inhouse bauen oder eine Unified API nutzen?

Die Antwort hängt weniger von persönlichen Vorlieben ab als von drei messbaren Faktoren: wie viele ATS-Systeme angebunden werden müssen, welche Entwicklerressourcen verfügbar sind und wie streng die Compliance-Anforderungen ausfallen.

Ein Inhouse-Connector lohnt sich, wenn Sie genau ein oder zwei Systeme dauerhaft anbinden und ein Entwicklerteam die Wartung übernehmen kann. Sobald mehr als drei bis vier Systeme im Spiel sind, kippt die Rechnung meist zugunsten einer Unified-API- oder iPaaS-Lösung, weil jede zusätzliche Punkt-zu-Punkt-Verbindung den Wartungsaufwand exponentiell erhöht. Managed iPaaS-Anbieter übernehmen genau deshalb Mapping, Hosting und Monitoring, weil Integration für die meisten HR-Organisationen schlicht nicht zur Kernkompetenz zählt.

Vor der Entscheidung lohnt sich ein Blick auf diese Kriterien:

  • Wie viele ATS- oder HR-Systeme müssen aktuell und in den nächsten zwei Jahren angebunden werden?

  • Steht internes Entwicklerpersonal für laufende Wartung zur Verfügung?

  • Welche SLAs (Reaktionszeiten, Verfügbarkeit) fordert die Fachabteilung?

Ein kleines Pilotprojekt mit einem klar begrenzten Anwendungsfall zeigt meist innerhalb von Wochen, ob der gewählte Ansatz trägt, bevor größere Budgets gebunden werden.

Was ist bei DSGVO-Compliance in ATS-Integrationen zu beachten?

Kandidatendaten zählen fast durchgängig als personenbezogene Daten im Sinne der DSGVO, das gilt für Name, Kontaktdaten, Lebenslaufinhalte genauso wie für abgeleitete Bewertungen. Jede Integration, die solche Felder überträgt, braucht eine dokumentierte Rechtsgrundlage und, wo erforderlich, eine nachweisbare Einwilligung der betroffenen Person.

Drei Bausteine gehören in jedes Integrationsprojekt:

  • Ein lückenloser Audit-Trail, der zeigt, wann welche Daten wohin übertragen wurden.

  • Ein Löschkonzept, das Datenminimierung technisch umsetzt und mit einem Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) beim Anbieter abgesichert ist.

  • Technische Schutzmaßnahmen wie TLS-Verschlüsselung während der Übertragung und Zugriffskontrolle auf Basis von Rollen.

Ohne diese Grundlagen wird jede noch so elegante technische Lösung zum Compliance-Risiko. Details zum Umgang mit personenbezogenen Daten finden sich in der Datenschutzerklärung von Recruitify.

Welche messbaren Vorteile bringen ATS-Integrationen?

Die primäre Motivation hinter den meisten Integrationsprojekten ist simpel: manuelle, redundante Dateneingabe verschwindet, und Recruiter gewinnen Zeit für die eigentliche Kandidatenbetreuung. Drei KPIs zeigen diesen Effekt am deutlichsten: Time-to-Hire, administrative Stunden pro Woche und die Abbruchquote im Bewerbungsprozess.

Statistik-Callout: Indeed hebt hervor, dass synchronisierte ATS-Integrationen die Zahl vollständig ausgefüllter Bewerbungen erhöhen, weil Kandidaten den Prozess nicht wegen technischer Reibung abbrechen.

Ein automatisierter Offer-Workflow etwa löst direkt bei Statuswechsel im ATS die Vertragsgenerierung aus, ohne dass jemand händisch Daten in eine Vorlage überträgt. Ein Background-Check-Trigger funktioniert ähnlich: Sobald ein Kandidat die Stufe „Angebot“ erreicht, startet automatisch die externe Prüfung, parallel zur weiteren Bearbeitung.

Wie gehen Sie eine ATS-Integration Schritt für Schritt an?

Ein strukturiertes Vorgehen verhindert die häufigsten Fehlschläge bei Integrationsprojekten.

  1. Stakeholder und Use-Case festlegen: Klären Sie, wer im HR-Team, in der IT und beim externen Anbieter Entscheidungen trifft, und priorisieren Sie eine Feldliste statt alle Daten auf einmal anbinden zu wollen.

  2. Sandbox und Mapping testen: Bauen Sie das Feldmapping zunächst in einer Testumgebung, prüfen Sie End-to-End-Abläufe mit echten Testdaten und stellen Sie sicher, dass Monitoring von Anfang an mitläuft.

  3. Go-Live vorbereiten: Definieren Sie SLAs, richten Sie Alerting für fehlgeschlagene Synchronisationen ein und legen Sie einen Rollback-Plan fest, falls etwas schiefläuft.

  4. Betrieb absichern: Etablieren Sie einen klaren Support-Prozess, der zeigt, wer bei Sync-Fehlern zuerst reagiert.

Ein gestuftes Modell hat sich in der Praxis bewährt: erst ein minimaler Proof-of-Concept mit zwei Kern-Workflows, dann die Erweiterung auf weitere Jobbörsen oder Systeme, erst danach der volle Produktions-Rollout mit vollständigem Monitoring.

Profi-Tipp: Fragen Sie jeden Integrationsanbieter konkret, wie ein fehlgeschlagener Sync sichtbar wird. Ein Anbieter ohne klares Antwortmuster auf diese Frage hat wahrscheinlich auch kein durchdachtes Monitoring im Hintergrund.

Wie unterstützt Recruitify ATS-Integrationen in der Praxis?

Recruitify verbindet ATS, Sales-CRM und ein Modul für IT-Contracting in einem System, ergänzt durch KI-gestütztes Matching und einen CV-Parser, der Dokumente in Sekunden strukturiert erfasst. Für Integrationen bedeutet das: Daten aus Multiposting, Bewerbereingang und Vertragsabschluss laufen an einer Stelle zusammen, statt über verstreute Tabellen verteilt zu sein.

Konkret stehen dafür bereit:

  • API- und Webhook-Anbindungen für den Datenaustausch mit externen Systemen

  • Multiposting auf Jobbörsen direkt aus der Plattform heraus

  • Ein vollständiger Audit-Trail mit DSGVO-Einwilligungsmanagement und Anonymisierungsfunktionen

Agenturen, die ihre Datenbank aktiv reaktivieren statt teure externe Lizenzen nachzukaufen, berichten von deutlich weniger administrativem Aufwand im Tagesgeschäft.

Persönliche Einschätzung des Recruitify-Teams

Integration sollte Priorität haben, sobald mehr als ein System täglich manuell gepflegt wird, nicht erst wenn der Schmerz unerträglich ist. Der häufigste Fehler: Teams bauen zu viele Sonderfälle vorab ein, statt mit einem schmalen Pilotprojekt zu starten. Die nächste Entwicklungsstufe wird KI-gestützte Datenanreicherung sein, die über reine Synchronisation hinausgeht.

- Recruitify Team

Recruitify: ATS-Integrationen ohne Wartungsaufwand für Ihr Team

Recruitify ist die Alternative zum mühsamen Zusammenstückeln einzelner Tools: Statt separate Lösungen für Bewerbermanagement, CRM und Vertragserstellung mühsam zu verbinden, laufen alle drei Ebenen bereits in einem System zusammen, inklusive Multiposting, KI-Matching und vollständigem DSGVO-Audit-Trail.

Recruitify

Der CV-Parser erfasst Bewerbungsunterlagen in Sekunden, die Blind-CV-Funktion erstellt anonymisierte Profile für die Kundenpräsentation, und die X-Ray-Suche durchsucht offene Quellen sowie die eigene Datenbank mit einem Klick. Wer bislang Zeit mit dem Abgleich mehrerer Systeme verbringt, gewinnt genau diese Zeit für Kandidatengespräche zurück.

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ATS-Integrationen für Recruiter: Inhouse oder Unified API wählen

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ATS-Integrationen verbinden Ihr Bewerbermanagementsystem mit anderen HR-Tools, sodass Kandidaten- und Stellendaten automatisch synchronisiert werden. Das Ergebnis: weniger manuelle Doppelarbeit, weniger Übertragungsfehler und schnellere Besetzungszyklen. Technisch stehen dafür unterschiedliche Ansätze zur Verfügung, von klassischen APIs über Webhooks bis zu Unified-API-Lösungen, die mehrere Systeme über eine einheitliche Schnittstelle ansprechen.

Kurz gesagt:

  • Punkt-zu-Punkt-Integrationen sind sinnvoll bei maximal zwei bis drei ATS-Systemen, während bei mehreren Systemen eher eine Unified-API oder iPaaS-Lösung empfehlenswert ist.

  • Für eine erfolgreiche Datenübertragung sind Feldmapping und robustes Token-Management bei OAuth sowie API-Keys unerlässlich, um Ausfälle und Inkonsistenzen zu vermeiden.

  • Gesetzliche Vorgaben zur DSGVO erfordern lückenlose Dokumentation, Zugriffskontrollen und technische Maßnahmen wie Verschlüsselung beim Austausch personenbezogener Kandidatendaten.

  • Automatisierte Workflows wie Angebotserstellung oder Background-Checks basieren auf Statusänderungen im ATS und reduzieren manuelle Eingaben erheblich.

  • Eine strukturierte Vorgehensweise mit Testumgebungen, SLAs und Monitoring ist entscheidend, um Fehlersituationen frühzeitig zu erkennen und den Integrationsbetrieb zuverlässig sicherzustellen.

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  • Was ist eine ATS-Integration genau?

  • Welche Integrationsarten und Use-Cases gibt es?

  • Wie funktionieren Datenmodell, Authentifizierung und Synchronisation technisch?

  • Sollten Sie Integrationen inhouse bauen oder eine Unified API nutzen?

  • Was ist bei DSGVO-Compliance in ATS-Integrationen zu beachten?

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  • Recruitify: ATS-Integrationen ohne Wartungsaufwand für Ihr Team

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Eine ATS-Integration ist die technische Verbindung zwischen Ihrem Bewerbermanagementsystem und einer anderen Anwendung, etwa einer Jobbörse, einem HRIS oder einem Tool für digitale Signaturen. Beide Systeme tauschen dabei definierte Datenobjekte aus, sodass Änderungen in einem System automatisch im anderen ankommen.

Vier Objekttypen bilden das Rückgrat fast jeder Integration im Bewerbermanagement:

  • Job: die Stellenausschreibung mit Titel, Standort, Anforderungsprofil und Status

  • Candidate: Stammdaten, Kontaktinformationen und Herkunft der Bewerbung

  • Application: die Verknüpfung zwischen einer Person und einer konkreten Stelle, inklusive Bewerbungsstatus

  • Attachment: Lebenslauf, Anschreiben und weitere Dokumente

Das ATS fungiert dabei fast immer als „Source of Truth“. Ändert ein Recruiter den Bewerbungsstatus im ATS, muss diese Änderung in nachgelagerte Systeme fließen, nicht umgekehrt. Ein Beispiel: Eine Kandidatin bewirbt sich über eine Jobbörse, das ATS legt automatisch ein Candidate- und ein Application-Objekt an, und ein angebundenes Kommunikationstool verschickt die Eingangsbestätigung, ohne dass jemand eine Zeile Text kopiert.

Welche Integrationsarten und Use-Cases gibt es?

Vier technische Muster decken die meisten Anwendungsfälle ab. API-Integrationen fragen Daten gezielt ab oder schreiben sie zurück und eignen sich für strukturierte, planbare Abläufe. Webhooks senden Ereignisse in Echtzeit, sobald sich im ATS etwas ändert, etwa ein neuer Bewerbungseingang. Polling fragt in festen Intervallen nach Änderungen, was einfacher zu bauen ist, aber Verzögerungen mit sich bringt. Browser-Agenten simulieren Nutzerinteraktionen direkt in der Oberfläche, meist als Notlösung, wenn keine offene API existiert.

Ein wachsender Trend geht zur Unified API: Statt für jedes ATS einen eigenen Connector zu bauen, integrieren Entwicklerteams einmal gegen ein normalisiertes Datenmodell und erreichen darüber viele Systeme gleichzeitig. Das reduziert Wartungsaufwand erheblich, besonders wenn ein Unternehmen mit mehreren ATS-Systemen arbeitet.

In der Praxis tauchen vor allem diese fünf Anwendungsfälle auf:

  1. Job-Posting: Eine Stelle wird im ATS erstellt und automatisch an mehrere Jobbörsen verteilt.

  2. Kandidaten-Sync: Bewerbungsdaten aus externen Quellen landen strukturiert im ATS, ohne manuelle Übertragung.

  3. eSignatur: Vertragsdokumente werden direkt aus dem ATS heraus zur digitalen Unterschrift versendet.

  4. Background-Check: Ein Statuswechsel im ATS löst automatisch eine Hintergrundüberprüfung bei einem externen Anbieter aus.

  5. ITSM-Onboarding: Nach Vertragsunterschrift entsteht automatisch ein IT-Ticket für Laptop, Zugänge und Arbeitsplatzausstattung.

Wie funktionieren Datenmodell, Authentifizierung und Synchronisation technisch?

Jedes ATS benennt seine Felder anders. Ein System nennt ein Feld „Applicant Status“, ein anderes „Candidate Stage“ und meint dasselbe. Genau deshalb braucht jede Integration ein Feldmapping, das diese Unterschiede normalisiert, bevor Daten fließen. Microsoft beschreibt in seiner Dokumentation zur ATS Integration API ein Dataverse-basiertes Modell mit Objekten wie RecruitingRequest und CandidateToHire, das genau dieses Problem strukturiert löst.

Bei der Authentifizierung dominieren zwei Verfahren: OAuth 2.0, bei dem Zugriffstoken zeitlich begrenzt sind und regelmäßig erneuert werden müssen, und statische API-Keys, die einfacher einzurichten, aber bei Diebstahl riskanter sind. Ein durchdachtes Token-Management gehört zu jeder produktiven Integration.

Webhooks liefern Ereignisse nahezu in Echtzeit und skalieren gut, weil sie nur bei tatsächlichen Änderungen Daten senden. Polling ist robuster gegenüber Ausfällen, verursacht aber unnötige Last, wenn es zu häufig abfragt. Viele Teams kombinieren beides: Webhooks für die Echtzeit-Fälle, Polling als Absicherung, falls ein Webhook einmal nicht ankommt.

Drei technische Punkte entscheiden über Stabilität im Betrieb:

  • Rate-Limits begrenzen, wie viele Anfragen pro Minute erlaubt sind, und müssen im Code berücksichtigt werden.

  • Idempotenz verhindert, dass ein wiederholt gesendetes Ereignis doppelte Datensätze erzeugt.

  • Retries mit Backoff fangen kurzzeitige Ausfälle ab, ohne das Zielsystem zu überlasten.

Logging und ein Sync-Status-Dashboard gehören von Anfang an dazu, nicht als nachträgliche Ergänzung.

Profi-Tipp: Bauen Sie von Beginn an einen Rohdaten-Zugriff ein, statt sich vollständig auf vorgefertigte Feldmappings zu verlassen. API-Änderungen bei Drittanbietern sind der häufigste Grund, warum starre Turnkey-Integrationen plötzlich ausfallen, und ein Passthrough-Mechanismus erleichtert das Debugging solcher Edge-Cases enorm.

Sollten Sie Integrationen inhouse bauen oder eine Unified API nutzen?

Die Antwort hängt weniger von persönlichen Vorlieben ab als von drei messbaren Faktoren: wie viele ATS-Systeme angebunden werden müssen, welche Entwicklerressourcen verfügbar sind und wie streng die Compliance-Anforderungen ausfallen.

Ein Inhouse-Connector lohnt sich, wenn Sie genau ein oder zwei Systeme dauerhaft anbinden und ein Entwicklerteam die Wartung übernehmen kann. Sobald mehr als drei bis vier Systeme im Spiel sind, kippt die Rechnung meist zugunsten einer Unified-API- oder iPaaS-Lösung, weil jede zusätzliche Punkt-zu-Punkt-Verbindung den Wartungsaufwand exponentiell erhöht. Managed iPaaS-Anbieter übernehmen genau deshalb Mapping, Hosting und Monitoring, weil Integration für die meisten HR-Organisationen schlicht nicht zur Kernkompetenz zählt.

Vor der Entscheidung lohnt sich ein Blick auf diese Kriterien:

  • Wie viele ATS- oder HR-Systeme müssen aktuell und in den nächsten zwei Jahren angebunden werden?

  • Steht internes Entwicklerpersonal für laufende Wartung zur Verfügung?

  • Welche SLAs (Reaktionszeiten, Verfügbarkeit) fordert die Fachabteilung?

Ein kleines Pilotprojekt mit einem klar begrenzten Anwendungsfall zeigt meist innerhalb von Wochen, ob der gewählte Ansatz trägt, bevor größere Budgets gebunden werden.

Was ist bei DSGVO-Compliance in ATS-Integrationen zu beachten?

Kandidatendaten zählen fast durchgängig als personenbezogene Daten im Sinne der DSGVO, das gilt für Name, Kontaktdaten, Lebenslaufinhalte genauso wie für abgeleitete Bewertungen. Jede Integration, die solche Felder überträgt, braucht eine dokumentierte Rechtsgrundlage und, wo erforderlich, eine nachweisbare Einwilligung der betroffenen Person.

Drei Bausteine gehören in jedes Integrationsprojekt:

  • Ein lückenloser Audit-Trail, der zeigt, wann welche Daten wohin übertragen wurden.

  • Ein Löschkonzept, das Datenminimierung technisch umsetzt und mit einem Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) beim Anbieter abgesichert ist.

  • Technische Schutzmaßnahmen wie TLS-Verschlüsselung während der Übertragung und Zugriffskontrolle auf Basis von Rollen.

Ohne diese Grundlagen wird jede noch so elegante technische Lösung zum Compliance-Risiko. Details zum Umgang mit personenbezogenen Daten finden sich in der Datenschutzerklärung von Recruitify.

Welche messbaren Vorteile bringen ATS-Integrationen?

Die primäre Motivation hinter den meisten Integrationsprojekten ist simpel: manuelle, redundante Dateneingabe verschwindet, und Recruiter gewinnen Zeit für die eigentliche Kandidatenbetreuung. Drei KPIs zeigen diesen Effekt am deutlichsten: Time-to-Hire, administrative Stunden pro Woche und die Abbruchquote im Bewerbungsprozess.

Statistik-Callout: Indeed hebt hervor, dass synchronisierte ATS-Integrationen die Zahl vollständig ausgefüllter Bewerbungen erhöhen, weil Kandidaten den Prozess nicht wegen technischer Reibung abbrechen.

Ein automatisierter Offer-Workflow etwa löst direkt bei Statuswechsel im ATS die Vertragsgenerierung aus, ohne dass jemand händisch Daten in eine Vorlage überträgt. Ein Background-Check-Trigger funktioniert ähnlich: Sobald ein Kandidat die Stufe „Angebot“ erreicht, startet automatisch die externe Prüfung, parallel zur weiteren Bearbeitung.

Wie gehen Sie eine ATS-Integration Schritt für Schritt an?

Ein strukturiertes Vorgehen verhindert die häufigsten Fehlschläge bei Integrationsprojekten.

  1. Stakeholder und Use-Case festlegen: Klären Sie, wer im HR-Team, in der IT und beim externen Anbieter Entscheidungen trifft, und priorisieren Sie eine Feldliste statt alle Daten auf einmal anbinden zu wollen.

  2. Sandbox und Mapping testen: Bauen Sie das Feldmapping zunächst in einer Testumgebung, prüfen Sie End-to-End-Abläufe mit echten Testdaten und stellen Sie sicher, dass Monitoring von Anfang an mitläuft.

  3. Go-Live vorbereiten: Definieren Sie SLAs, richten Sie Alerting für fehlgeschlagene Synchronisationen ein und legen Sie einen Rollback-Plan fest, falls etwas schiefläuft.

  4. Betrieb absichern: Etablieren Sie einen klaren Support-Prozess, der zeigt, wer bei Sync-Fehlern zuerst reagiert.

Ein gestuftes Modell hat sich in der Praxis bewährt: erst ein minimaler Proof-of-Concept mit zwei Kern-Workflows, dann die Erweiterung auf weitere Jobbörsen oder Systeme, erst danach der volle Produktions-Rollout mit vollständigem Monitoring.

Profi-Tipp: Fragen Sie jeden Integrationsanbieter konkret, wie ein fehlgeschlagener Sync sichtbar wird. Ein Anbieter ohne klares Antwortmuster auf diese Frage hat wahrscheinlich auch kein durchdachtes Monitoring im Hintergrund.

Wie unterstützt Recruitify ATS-Integrationen in der Praxis?

Recruitify verbindet ATS, Sales-CRM und ein Modul für IT-Contracting in einem System, ergänzt durch KI-gestütztes Matching und einen CV-Parser, der Dokumente in Sekunden strukturiert erfasst. Für Integrationen bedeutet das: Daten aus Multiposting, Bewerbereingang und Vertragsabschluss laufen an einer Stelle zusammen, statt über verstreute Tabellen verteilt zu sein.

Konkret stehen dafür bereit:

  • API- und Webhook-Anbindungen für den Datenaustausch mit externen Systemen

  • Multiposting auf Jobbörsen direkt aus der Plattform heraus

  • Ein vollständiger Audit-Trail mit DSGVO-Einwilligungsmanagement und Anonymisierungsfunktionen

Agenturen, die ihre Datenbank aktiv reaktivieren statt teure externe Lizenzen nachzukaufen, berichten von deutlich weniger administrativem Aufwand im Tagesgeschäft.

Persönliche Einschätzung des Recruitify-Teams

Integration sollte Priorität haben, sobald mehr als ein System täglich manuell gepflegt wird, nicht erst wenn der Schmerz unerträglich ist. Der häufigste Fehler: Teams bauen zu viele Sonderfälle vorab ein, statt mit einem schmalen Pilotprojekt zu starten. Die nächste Entwicklungsstufe wird KI-gestützte Datenanreicherung sein, die über reine Synchronisation hinausgeht.

- Recruitify Team

Recruitify: ATS-Integrationen ohne Wartungsaufwand für Ihr Team

Recruitify ist die Alternative zum mühsamen Zusammenstückeln einzelner Tools: Statt separate Lösungen für Bewerbermanagement, CRM und Vertragserstellung mühsam zu verbinden, laufen alle drei Ebenen bereits in einem System zusammen, inklusive Multiposting, KI-Matching und vollständigem DSGVO-Audit-Trail.

Recruitify

Der CV-Parser erfasst Bewerbungsunterlagen in Sekunden, die Blind-CV-Funktion erstellt anonymisierte Profile für die Kundenpräsentation, und die X-Ray-Suche durchsucht offene Quellen sowie die eigene Datenbank mit einem Klick. Wer bislang Zeit mit dem Abgleich mehrerer Systeme verbringt, gewinnt genau diese Zeit für Kandidatengespräche zurück.

Werfen Sie einen Blick auf die Produktübersicht von Recruitify oder buchen Sie eine Demo, um die Integrationsfunktionen live zu sehen. Wer direkt starten möchte, kann auch ohne Vorgespräch ein kostenloses Konto erstellen.

Quellen

Die Entwicklerdokumentation zur ATS Integration API vertieft das Datenmodell, während Kombos Leitfaden zur Unified API den Ansatz „einmal integrieren, viele Systeme erreichen“ erklärt.

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Kategorie

Sourcing

Autor

Recruitify Team